Schützenkreis Lübbecke

Mitglied im Westfälischen und Deutschen Schützenbund

skr logosv4   Aus der Geschichte

   des Schützenkreises Lübbecke(alte Version)

 

 

Der Schützenkreis Lübbecke kann in diesem Jahr auf sein 46jähriges Bestehen zurückblicken. Im Vereinsgeschehen sind 46 Jahre nichts außergewöhnliches. Und doch sollen sie dazu dienen, einmal Rückblick zu halten und einen Überblick über das sportliche Schießen und die Schützentradition im Altkreis Lübbecke zu geben.

Der Schützenkreis bezweckt den Zusammenschluß aller Schützen- und schießsporttreibenden Vereine, die Pflege des Schützenbrauchtums als wertvollen Bestandteil unseres Volkslebens sowie die Förderung des Schießsports nach einheitlichen Richtlinien .

Die erste Jahreshauptversammlung des Schützenkreises Lübbecke fand am 14. 3. 1965, in der Gaststätte "Sudetenland" in Espelkamp, statt. Ein Jahr bestand damals diese Organisation, der schon 17 Vereine mit 308 aktiven und 280 passiven Mitgliedern angehörten. Nun war es an der Zeit, einen satzungsgemäßen Vorstand zu wählen, da der bis dahin arbeitende Vorstand nur aus dem Geschäftsführer und dem Kreisschießwart bestand.

Der neugewählte Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender: Herbert Dießelmeier , Rahden
2. Vorsitzender: Heinrich Koch, Holzhausen
1. Kreisschießwart: Heinrich Dose, Espelkamp
2. Kreisschießwart: Heinrich Kämper, Holzhausen
1. Schriftführer: Karl Fahrenkamp, Espelkamp
2. Schriftführer: Gerhard Drees, Lübbecke
1. Kassierer: Hermann Döpke, Espelkamp-Alt
2. Kassierer: Karl Nolte, Vehlage
Jugendwart: Karl Fahrenkamp, Espelkamp
Pressewart : Karl-Heinz Speckmeier, Hollwede

 

Einmal im Jahr feiert der Schützenkreis Lübbecke sein traditionelles Jahresfest, daß am letzten Samstag im Oktober stattfindet. Diese Veranstaltung zum offiziellen Abschluß des Schützenjahres fand erstmals 1964 in Vehlage statt. Die besten Schießgruppen und Einzelschützen aus dem abgelaufenen Sportjahr werden dabei geehrt und ausgezeichnet. An dem Jahresfest nehmen alle Schützenvereine des Altkreises Lübbecke teil.

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Dank an Herbert Dießelmeier, der 20 Jahre Vorsitzender des Schützenkreises war. Links Bezirksvorsitzender Helmut Wellhöner, rechts Kreisvorsitzender Herbert Reese.

Im Hintergrund 2. Vorsitzender Günter Janwlecke und Kreissportleiter Herbert Vogt.

Foto: Horstmann

 

Ab 1968 findet dabei auch die Proklamation des Kreisschützenkönigs statt. Es ist immer ein festliches Bild, wenn unter Musikbegleitung die Königspaare der Schützenvereine ihren Einzug halten. Durch den überaus guten Besuch der Veranstaltung wurde es notwendig, Jahresfest und Sportlerehrung zeitlich zu trennen. Seit 1974 fand zunächst die Siegerehrung der Sportschützen nachmittags vor dem Jahresfest statt. Der Vorstand des Schützenkreises, die Sportkommission und die Sportleiter hatten sich dann 1979 nochmals mit dem Thema zu befassen. Dabei sprach mann sich für die Durchführung von zwei Veranstaltungen, Jahresfest und Siegerehrung, aus.

 

Sportlerehrung

Ab 1979 findet daher ein Sportlerball mit Siegerehrung der Sportschützen und das Jahresfest mit der Proklamation des Kreisschützenkönigs statt. Ab 1983 wird nach der Sportlerehrung auch die ProMamation des Kreisjungschützenkönigs durchgeführt. Beide Veranstaltungen sind ein Höhepunkt des Schützenjahres.

Der Altkreis Lübbecke war bis zur Kommunalreform im Jahre 1973 ein selbstständiger Landkreis. Dann erfolgte der Zusammenschluß der Kreise Minden und Lübbecke zu einem Großkreis Minden-Lübbecke. Am 27.11.1974 fand eine Zusammenkunft der Vorstände des Schützenkreises Minden und des Schützenkreises Lübbecke bezüglich einer Zusammenlegung beider Schützenkreise statt. Eine weitere Sitzung folgte am 27.02.1975. Beide Vorstände wurden sich einig, von einer Zusammenlegung abzusehen, da in sportlicher Hinsicht eine optimale Betreuung der ca. 120 Vereine kaum möglich gewesen wäre. Lediglich ein gemeinsames Pokalschießen der beiden Schützenkreise Minden und Lübbecke findet in jedem Jahre statt.

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Höchste Ehren errangen Spielmannszüge aus dem Schützenkreis Lübbecke.

Hier der Spielmannszug Kleinendorf, der mehrfacher Deutscher Meister wurde.

Foto: Horstmann

 

 

 

 

 

 

1968 erstmals Kreiskönigschießen

Zu dem Jahresfest des Schützenkreises am 27. 10. 1967 bei Meier "Letzter Heller" in Kleinendorf, wurden erstmals alle Königspaare aus den Traditionsvereinen eingeladen. Fast alle kamen. Bei der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden des Schützenkreises betonte dieser, daß das Jahresfest nicht nur ein Fest für die Schießgruppen und Sportschützen, sondern eine Veranstaltung für alle Schützen sei. Es sei das Ziel, die Verbindung zwischen dem Traditions- und Sportschießen zu festigen. Daher habe sich der Schützenkreis entschlossen, 1968 erstmals ein Kreiskönigsschießen durchzuführen.

Im September 1968 fand in der Gaststätte Hohmeier in Fabbenstedt eine Versammlung über die Durchführung des Kreiskönigsschießens statt. Von den eingeladenen 29 Vereinen erschienen 23.

Als Termin für das Kreiskönigsschießen wurde der 13. Oktober festgelegt. Ausgeschossen wurde der erste Kreiskönig auf dem Schießstand in Oppenwehe. Über den technischen Ablauf gab Vorstandsmitglied Herbert Vogt, Oppenwehe, einen ausführlichen Bericht.

Geschossen wurde mit Kleinkalibergewehren auf 50 Meter Entfernung. Zwei Probeschüsse und dann drei Wertungsschüsse waren von jedem Teilnehmer abzugeben. Alle amtierenden Schützenkönige aus den Vereinen im Altkreis Lübbecke waren zugelassen, auch aus jenen die noch nicht dem Schützenkreis angeschlossen waren. Das Ergebnis der Auswertung blieb bis zum Jahresfest geheim. So findet die Proklamation des Kreiskönigs immer als eine Überraschung statt, wodurch das Jahresfest an Atraktivität gewinnt. Geehrt werden dabei auch die beiden nächstfolgenden Schützen.

Das Kreiskönigsschießen gehört so seit seiner Einführung zu einer festen Einrichtung des Schützenkreises, an dem sich alle Könige aus den angeschlossenen Vereinen beteiligen.

Kreisjungschützenkönige

Auf der Jahreshauptversammlung des Schützenkreises Lübbecke, am 14.01.1983 in Kleinendorf, machte der Präsident der Schützengesellschaft Espelkamp erneut den Vorschlag, im Schützenkreis auch einen Kreisjungschützenkönig auszuschießen. Den Antrag begründete er damit, daß mit dem Ausschießen eines Kreisjungschützenkönigs die Jugendarbeit im Schützenkreis aktiver gefördert werde. Die Meinungen darüber waren geteilt, der Antrag wurde an die Traditionsversammlung überwiesen, die dann darüber zu entscheiden hatte.

Diese Versammlung, an der die Vorstände der Schützenvereine teilnahmen, fand am 15.04.1983 in Tengern statt. Hierbei gab es volle Übereinstimmung darüber, einen Kreisjungschützenkönig auszuschießen .

Das erste Kreiskönigsschießen der Jungschützen wurde am 2.10.1983 auf dem Schießstand in Wehdem ausgetragen. 30 Jungschützenkönige nahmen daran teil.

Die Proklamation des Kreisjungschützenkönigs erfolgt seit dieser Zeit auf dem Sportlerball nach der Siegerehrung der Sportschützen aus den Kreismeisterschaften und Rundenwettkämpfen.

Auf der Jahreshauptversammlung des Schützenkreises im Jahre 1972 wurde angeregt, ein Treffen aller Spielmannszüge aus dem Altkreis Lübbecke durchzuführen. Bei einer späteren Versammlung der Schützenvereinsvorsitzenden und der Tambourmajore mit dem Vorstand des Schützenkreises wurde dieser Vorschlag allgemein begrüßt.

Das Kreisspielmannszugtreffen ist seit dieser Zeit zu einer belieb-ten Veranstaltung geworden und wird im Turnus von zwei Jahren durchgeführt. Organisator war bislang immer Kreist~Inbourmajor Dieter Kassen.

Das erste Treffen fand am 22.10.1972 in Oppenwehe in Verbindung mit der Einweihung des Schießsportzentrums statt. 14 Musikzüge beteiligten sich daran.

Weitere Treffen wurden durchgeführt:

1974 in Oppenwehe, 1976 in Rahden, 1978 in Frotheim, 1980 in Sielhorst, 1982 in Stelle-Stellerloh, 1984 in Espelkamp, 1986 in Rahden und 1988 in Wehe.

Der Schießsport im Schützenkreis Lübbecke

Vor der Gründung des Schützenkreises Lübbecke wurde in verschiedenen Schützenvereinen schon der Schießsport wettkampfmäßig betrieben. So in der Schützengilde Rahden von 1844 und in der Schützengesellschaft Espelkamp, die bereits Mitglied im Deutschen Schützenbund waren und dem Schützenkreis Minden angehörten.

Der Schützenverein Vehlage katte sich dem Schützenkreis Herford angeschlossen.

Ab 1961 wurde auf Altkreisebene Lübbecke mit dem Schießsport begonnen. Mehrere Vereine schlossen sich zusammen und führten Rundenwettkämpfe durch. Erster Rundenwettkampfleiter war Herbert Dießelmeier aus Rahden.

1962 wurde in zwei Kreisklassen (KK-Dreistellung) geschossen, 15 Vereine beteiligten sich daran. Im Jahre 1963 wurden bereits in drei Kreisklassen -Rundenwettkämpfe ausgetragen.

Vom Rundenwettkampfleiter wurden schon 1962 Bemühungen unternommen, sich dem Deutschen Schützenbund anzuschliel)en. Aus diesem Grunde wurden die Schützenvereine zu einer Besprechung in die Schießhalle nach Kleinendorf eingeladen. Ein Vertreter des Schützenkreises Minden sprach über die Vorteile einer Mitgliedschaft im Deutschen Schützenbund. Eine zustimmende Beschlußfassung wurde aber noch nicht erreicht.

Es fanden dann weitere Zusarnmenkünfte statt bevor am 26.03.1964 bei Piel in Hollwede in Gegenwart des ersten Vorsitzenden des Schützenkreises Herford, Helmut Wellhöner, und Sportleiter Helmut Hoppstädter, als Vertreter des Schützenbundes die offizielle Grundung des Schützenkreises Lübbecke und sein Beitritt zum Deutschen Schützenbund beschlossen wurde.

Zwölf Vereine aus den verschiedenen Orten des Kreises traten dem Schützenkreis bei.

Zum ersten Kreissportleiter wurde Heinrich Dose, Espelkamp, gewählt .

Zum Kassierer und Geschäftsführer Heinrich Koch, Holzhausen.

Der Schießsport lief erfolgreich an und bei der ersten Jahreshauptversammlung des Schützenkreises, am 14.03.1965 in der Gaststätte "Sudetenland" in Espelkamp, gehörten ihm bereits 17 Vereine an.

1964 wurde die erste Kreismeisterschaft durchgeführt. Die LG Kreismeisterschaft wurde im Saal Berg in Kleinendorf ausgetragen. Dabei mußten Seilzuganlagen ausgeliehen und aufgebaut werden. Mit dem Aufbau hatte man viele Schwierigkeiten. Mit Kanthölzern und Schraubzwingen wurden die Zuganlagen befestigt. Die Wände im Saal, an denen die Kugeltange angebracht waren, mußten mit Packpapier abgedeckt werden, um die Tapeten vor Beschädigungen zu schützen. Mit dem Aufbau von 20 Luftgewehrbahnen war es möglich, daß alle Schützen zu gleichen Bedingungen an einem Ort schießen konnten.

Ganz anders war es bei den KK-Disziplinen. Hier wurde auf den Schießständen geschossen, wo zwei oder vier Bahnen vorhanden waren.

 

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Viele Freizeitstunden opfern immer wieder Mitarbeiter des Schützenkreises

bei der Abwicklung und Auswertung der Schießwettkämpfe. Im Hintergrund die beiden bereits verstorbenen Mitarbeiter Werner Berg und Willy Buddych.

Foto: Horstmann

 

Die Auswertung der Ergebnisse fand beim Kreissportleiter statt und dauerte oft bis nach Mitternacht. Obwohl die Zahl der Teilnehmer an den Meisterschaften noch gering war, mußten die Verantwortlichen erst lernen, solche Wettkämpfe zügig abzuwickeln. Das wurde dann 1973 besser, als die Schießsportanlage in Oppenwehe in Betrieb genommen werden konnte.

Die jüngeren Sportschützen können sich heute nicht mehr vorstellen, unter welchen Umständen einst die Rundenwettkämpfe und Meisterschaften durchgeführt wurden. Die meisten Schießstände waren primitiv angelegt. So liefen in Tielge einmal Schweine durch den KK-Stand. In Eilhausen wurden Luftgewehrwettkämpfe über einen Backofen (Bäckerei) hinweg ausgeschossen. Der Schweiß lief den Schützen in die Augen, so heiß war es dort.

In Offelten wurde auf dem Dachboden einer Gastwirtschaft geschossen. Viele weitere Kuriositäten könnten aus den Anfängen des Schießsports noch aufgezählt werden.

Bei den Kommunen und auch auf Kreisebene wurde der Schießsport als Sportart noch nicht anerkannt, obwohl bei den Olympischen Spielen seit Jahrzehnten Schießwettbewerbe durchgeführt werden. Erst im Jahre 1970 erfolgte die Anerkennung durch den Kreis und damit auch eine Bezuschussung. Von der Zeit an wurden überall im Kreise Schießstände erweitert oder neu errichtet.

Das Jahr 1967 hat in der Schießsportgeschichte des Schützenkreises eine besondere Bedeutung. In verschiedenen Vereinen wurde mit dem Damenschießsport begonnen, und in einigen Dörfern war zu hören:

"Jetzt ist es soweit, jetzt bilden die Schützenvereine 'Flintenweiber ' aus.'' Dabei wurde die Gründung von Damenschießgruppen von höherer Warte aus angeregt. Als in Bielefeld auf Bezirksebene vom Deutschen Schützenbund ein Kreisvergleichsschießen durchgeführt wurde und auch vom Schützenkreis Lübbecke eine Mannschaft nach dort gefahren war, konnte diese an dem Wettkampf nicht teilnehmen, weil die Mannschaft, zu der neben sechs Schützen aus der Schützenklasse, drei Altersschützen und drei Jungschützen, auch drei Damen gehören sollten, nicht vollzählig war. Es fehlten nämlich die Damen.

Das ließ die Oppenweher Schützen nicht ruhen. Und weil nun einmal im Schützenkreis und als Anregung für andere Vereine der Anfang gemacht werden sollte, hatte man hier den Mut, im Jahre 1967 eine Damenschießgruppe zu gründen. Der Oppenweher Sportleiter sorgte dafür, daß die Damen von der Pike an im Sportschießen ausgebildet wurden. Der Erfolg blieb nicht aus. An den Kreismeisterschaften 1968 nahmen erstmals über 40 Frauen und Mädchen teil. Verblüffend waren ihre Schießleistungen, die denen der männlichen Schützen nicht viel nachstanden. Heute sind die Damen fest in den Schießsport integriert.

In den folgenden Jahren fand das sportliche Schießen eine immer bessere Resonanz. Mehr weibliche Mitglieder traten den Schützenvereinen bei. Als Folge der guten Entwicklung wurde im Jahre 1971 die erste Damenleiterin gewählt. 1979 waren bereits 637 Schützendamen dem Schützenkreis angeschlossen.

Von der amtierenden Damenleiterin wurde 1983 erstmals ein Kreisköniginnentreffen mit Pokalschießen auf dem Schießstand in Offelten organisiert. Seit 1988 nehmen auch die Jungköniginnen an dieser Veranstaltung teil. Sie erfreut sich allgemeiner Beliebtheit bei den jeweils amtierenden Alt- und Jungköniginnen und wird jährlich im Oktober durchgeführt.

Ein besonderes Anliegen des Schützenkreises Lübbecke war es immer, das sportliche Schießen in den Vereinen populär zu machen. Bereits im Jahre 1965 wurde damit begonnen, sportlich interessierte Schützen als Übungsleiter auszubilden. In den folgenden Jahren wurden regelmäßig Übungs- und Schießleiterlehrgänge durchgeführt. Ferner fanden Sachkundelehrgänge zum Erwerb von Sportwaffen im Einvernehmen mit der Kreispolizeibehörde in Minden statt. Diese Ausbildung wird bis heute fortgesetzt und macht sich in den Vereinen und auch im Schützenkreis überaus positiv bemerkbar.

 

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In Offelten findet alljährlich das Pokalschießen der Königinnen statt.

Hier ein Bild von den Teilnehmerinnen im Jahre 1988.

Foto: Horstmann

 

 

 

Seit 1965 wurden beim Sportschießen auch die Klassen Junioren und Altersschützen eingeführt, die Jugendklasse beteiligt sich seit 1968. An den Rundenwettkämpfen LG und LP nahmen im Jahre 1969 über 400 Schützen und Schützendamen teil. Besonders die Beteiligung von über 30 Jugendmannschaften an den Rundenwettkämpfen zeugte von einer guten Breitenarbeit in den Vereinen.

Im Jahre 1976 nahmen erstmals Schüler an den Schießsportwettkämpfen teil. Für die über 60 jahre alten Schützen wurde 1977 das Seniorenschießen mit im Schießsportprogramm aufgenommen. Bis zum heutigen Tage werden alle Kreismeisterschaften auf dem Landesleistungsstützpunkt in Oppenwehe durchgeführt.

An den Kreismeisterschaften im Jahre 1988 beteiligten sich über 800 Sportschützen. Im gleichen Jahre nahmen über 1000 Schützen und Schützendamen an den Rundenwettkämpfen teil.

Schießsportanlage in Oppenwehe Landesleistungsstützpunkt des WSB

Das modernste Schießsportzentrum in Ostwestfalen-Lippe wurde am 20. Oktober 1972 in Oppenwehe eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Mit einem enormen Kostenaufwand, unterstützt vom Land NRW, vom Kreis Lübbecke und dem Amt Dielingen-Wehdem, errichtete die Gemeinde Oppenwehe diese Anlage. Hier können auch große Meisterschaftswettkämpfe LG, KK und Pistole durchgeführt werden.

Alte Böller vor dem Schießsportzentrum in Oppenwehe künden von der Tradition der Schützengeschichte im Lübbecker Land.

So weist der KK-Stand 21 Schießbahnen auf, die mit Gehmannanlagen ausgerüstet sind. Durch die Senkung von Hubtoren ist es möglich, die 50-m-Bahnen auf 10m zu verkürzen und so für LG-Schießen einzurichten. Die dafür vorgesehenen Johannsen Anlagen sind fest an den Hubtoren installiert.

Mit dem eigentlichen LG-Stand, der über 16 feste l0-m-Bahnen verfügt, stehen insgesamt 42 LG-Bahnen den Sportschützen zur Verfügung. Vorhanden sind weiter 5 Pistolenstände 25m, und für freie Pistole 4 Pistolenstände 50m, ebenso 5 Zimmerstutzenstände 15m. Alle Schießstände sind beheizbar. Der Schießbetrieb kann auch unter extremen Witterungsverhältnissen durchgeführt werden.

Das Schießsportzentrum Oppenwehe aus der Vogelperspektive gesehen. Im Hintergrund ist die lange Reihe der Scheiben für KK-Schießen zu erkennen. Am rechten Bildrand die 10 Pistolenstände.

 

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Zum Schießsportzentrum gehört ein umfangreiches Nebenraumprogramm, wie Schützenhalle, Schankraum und Küche.

Zur Einweihung in Oppenwehe waren führende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens erschienen, darunter vom Präsidium des Westfälischen Schützenbundes Landessportleiter Prekel, sowie vom Bezirk III Ostwestfalen-Lippe der I. Vorsitzende Helmut Wellhöner und der Bezirkssportleiter Heinrich Hanhörster.

Auf dem Schießsportzentrum wurden im Jahre 1973 bereits Bezirksmeisterschaften, Landesmeisterschaften und Dreiländerschießen (Landesverband Nord-West, Niedersachsen und Westfalen) ausgetragen.

Um die Anerkennung der Schießsportanlage als Landesleistungsstützpunkt zu erhalten, wurden vom WSB weitere 15 Pistolenstände gefordert. Durch einen Erweiterungsbau im Jahre 1984 wurden 5 neue Pistolenstände und durch den Einbau eines schwenkbaren Kugelfanges im KK-Stand weitere 10 Pistolenstände -Präzision- geschaffen. An den Kosten dafür hat sich u.a. der Schützenkreis Lübbecke wesentlich beteiligt. Die Einweihung der neu errichteten Pistolenstände fand am 18.08.1984 statt.

Nachdem die Forderung des WSB erfüllt war, erfolgte die offizielle Anerkennung des Schießsportzentrums Oppenwehe als Landesleistungsstützpunkt . Eine entsprechende Tafel wurde am 15.04.1986 dort angebracht.

Der Vorstand des Schützenkreis Lübbecke

Im Vorstand des Schützenkreises Lübbecke hat es im Laufe der verflossenen 46 Jahre manche Veränderungen gegeben.

Hier ein Überblick über die Wesentlichsten: (nicht vollständig, wird noch ergänzt)

1967 1. Geschäftsführer Hans-Jürgen Sell Espelkamp
1968 2. Sportleiter Herbert Vogt Oppenwehe
1969 2. Vorsitzender Werner Berg Kleinendorf
  2 Geschäftsführer Siegfried Diedrichsen Tengern
1971 2. Schatzmeister Gerhard Köhne Haldem
  2. Jugendleiter Horst Lindner Espelkamp
  1. Damenleiterin Hannelore Buschendorf Pr.-Ströhen

1972 Der 1. Sportleiter, Heinrich Dose, Espelkamp, verstarb am 12.01.1972

1972 1. Sportleiter Herbert Vogt Oppenwehe

Er erhielt 1983 das Ehrenkreuz des Deutschen Schützenbundes in Gold. Am 21.01.1986 wurde ihm
das Bundesverdienstkreuz verliehen.

1972
2.
Sportleiter Hermann Rosengarten Haldem
  1. Jugendleiter Horst Lindner Espelkamp
1973 1. Schatzmeister Gerhard Köhne Haldem
1974 1. Geschäftsführer Hannelore Buschendorf Pr.-Ströhen
  2. Schatzmeister Werner Siebe Wehdem
1979 2. Vorsitzende Werner Berg Kleinendorf

tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Am 11.03.1981 wird ihm das Bundesverdienstkreuz
verliehen.

1979 2. Vorsitzende Herbert Reese Gehlenbeck
  1. Schatzmeister Hannelore Buschendorf Pr.-Ströhen
  1. Geschäftsführer Dieter Kassen Rahden
1982          

Auf dem Kreisjugendtag in Frotheim wird Rolf Fischgrabe aus Wehdem zum 1. Jugendleiter

und Friedhelm Stüssel aus Eilhausen zu seinem Stellvertreter gewählt.

1983 1. Damenleiterin Ursel Janwlecke Offelten
1984 1. Geschäftsführer Uwe Röthemeier Nettelstedt
1986 1. Vorsitzende Herbert Dießelmeier Rahden

 

Herbert Dießelmeier kandidiert nicht mehr für das Amt des 1. Vorsitzenden. In Anerkennung seiner Verdienste um den Aufbau des Schützenwesens im Kreise Lübbecke wurde er zum Ehrenvorsitzenden des Schützenkreises Lübbecke gewählt.

Herbert Dießelmeier ist seit 1979 u.a. Träger des Ehrenkreuzes des Deutschen
Schützenbundes in Gold sowie Träger des Bundesverdienstkreuzes, daß ihm im Mai 1982 verliehen wurde.

 

1986 1. Vorsitzender Herbert Reese Gehlenbeck
  2. Vorsitzender Günter Janwlecke Offelten

 

Auf der Sportleitertagung wurde der bisherige Rundenwettkampfleiter Wilhelm Wehrmann verabschiedet.

Neuer Rundenwettkampfleiter : Hans-Jürgen Sell, Espelkamp.

Statistik über die Entwicklung der Mitgliederzahlen seit der Gründung des Schützenkreises Lübbecke:

31. 12. 1965 1.222 Mitglieder
31. 12. 1970 2.800 Mitglieder
31. 12. 1975 4.160 Mitglieder
31. 12. 1980 4.389 Mitglieder
31. 12. 1985 4.646 Mitglieder
31. 12. 1988 4.981 Mitglieder

Der Vorstand des Schützenkreises Lübbecke setzt sich im Jubiläumsjahr 1989 wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender: Herbert Reese, Gehlenbeck
2. Vorsitzender: Günter Janwlecke, Offelten
1. Geschäftsführer Uwe Röthemeier, Nettelstedt
2. Geschäftsführer Siegfried Diedrichsen, Tengern
1. Schatzmeister: Hannelore Buschendorf, Pr.-Ströhen
2. Schatzmeister: Werner Siebe, Wehdem
1. Sportleiter Herbert Vogt, Oppenwehe
2. Sportleiter: Hermann Rosengarten, Haldem
1. Jugendleiter: Rolf Fischgrabe, Wehdem
2. Jugendleiter Siegbert Steinberg, Rahden
  Damenleiterin Ursel Janwlecke Offelten
  Ehrenvorsitzender Herbert Dießelmeier Rahden
  Rundenwettkampfleiter Hans-Jürgen Sell Espelkamp
  Spartenleiter Hermann Buschmann Hollwede
  Spartenleiter Heinrich Hoolt Dielingen
  Spartenleiter Fritz Krämer Lübbecke
  Spartenleiter Willi Tiemann Oppendorf

Seit Bestehen des Schützenkreises, bis zum heutigen Tage, arbeiten alle Vorstandsmitglieder ehrenamtlich.

Der Vorstand des Schützenkreises Lübbecke im Jubiläumsjahr 1989.

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Unser Bild zeigt von rechts: Ehrenvorsitzender Herbert Dießelmeier, 2. Kreissportwart Hermann
Rosengarten, 1. Vorsitzender Herbert Reese, I. Kreissportwart Herbert Vogt, Damenleiterin Ursel
Janwlecke, 1.Geschäftsführer Uwe Röthemeier, 1. Schatzmeisterin Hannelore Buschendorf,
2. Vorsitzender Günter Janwlecke, 1. Jugendleiter Rolf Fischgrabe und 2. Schatzmeister Werner Siebe.

Fortsetzung folgt

 

 

 

 

 

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